Alois Carigiet

Alois Carigiet

Alois Carigiet - Permanente Ausstellung

Permanente Ausstellung von Alois Carigiet im Museum Cuort Ligia Grischa.
 

Diese Ausstellung umfasst diverse Ölbilder sowie die Originalzeichnungen der Kinderbücher Flurina und die Wildvöglein (1952), Zottel, Zick und Zwerg (1965), Birnbaum, Birke, Berberitze (1967), Maurus und Madleina (1969). Diese Originalbilder hat Alois Carigiet dem Museum geschenkt, und diese werden abwechslungsweise dort ausgestellt.
 

 


Auf den Spuren von Alois Carigiet

Alois Carigiet ist am 30. August 1902 in Trun geboren. Im grossen Haus neben der Pfarrkirche ist er als 7. von 11 Geschwistern aufgewachsen. Dieses bäuerliche  und intakte Umgebung hat ihn geprägt und war die beste Quelle für sein künstlerisches Schaffen.  1911 zog die Familie Carigiet nach Chur. Für den 9-jährigen Alois bedeutete dies eine grosse Veränderung. Nach der Lehre als Dekorationsmaler ging  er 1923 nach Zürich in ein Grafikatelier. 1927 kann er ein eigenes Atelier eröffnen und erwirbt sich eine grosse Reputation als Plakat- und Dekorationsmaler, vor allem für das Cabaret Cornichon, welches er mitgegründet hatte. Seine Arbeit bewegte sich aber immer im gleichen Rahmen  und die Gefahr sich in Routine zu verlieren war gross. Von der riesigen Arbeit für die Landesaustellung 1939 ermüdet, beschliesst  er nach Graubünden zurückzukehren. In  Platenga, im „Hüs am Bach“ findet er  wieder seine gewohnte Umgebung und die nötige Ruhe, um den Schritt vom Grafiker zum Kunstmaler zu wagen. Er findet langsam den Weg zu seiner eigenen Kunstform. Die Beobachtungsgabe, die Lust am Erzählen, das Gefühl für das Wichtige und die Liebe für die einfachen Dinge des Lebens  bestimmen seine Art zu malen. Seine Malerei umfasst neben den berühmten Kinderbüchern,  Landschaftsbilder, Szenen aus der Tierwelt, Bräuche, Harlekinaden, grosse Waldbilder usw.
Nach der Ausstellung 1940 im Kunstmuseum Chur zeigt Carigiet regelmässig seine Werke an verschiedenen Orten in der Schweiz, später sogar in Japan. 1945 erscheint  mit „Schellenursli „ sein erstes Kinderbilderbuch mit dem Text von Selina Chönz.  Es folgen mit den Jahren fünf weitere, zum Teil mit eigenem Text. Sehr bekannt sind auch seinen Wandmalereien:  „Allegro con spirito“ im Muraltengut in Zürich, Fassademalereien in Stein am Rhein, und das Wandbild im Grossratssaal in Chur „ Die Vereinigung der Bünde“. Für Alois Carigiet zählten diese Wandbilder zu seinen wesentlich Werken.
1960 kehrt Alois Carigiet endgültig in sein Heimatdorf Trun zurück und  richtete sein Atelier im Elternhaus seiner Mutter in Flutginas ein. Hier entstanden drei seiner Kinderbilderbücher.  In Trun geben verschiedene Wandmalereien Zeugnis von seiner  Zuneigung zu seinem Dorf.
1966 erhält Carigiet zum zweiten Mal den Preis für das beste Kinderbuch und auch die Hans Christian Andersen Medaille. 1974 verleiht im der Kanton den Bündner Kulturpreis.
Alois Carigiet ist am 1. August 1985 gestorben und fand im Friedhof von Trun seine letzte Ruhe.
 


Alois Carigiet 1
Alois Carigiet 2

Ausstellungsort

 

Museum Sursilvan Cuort Ligia Grischa

 


Zarli Carigiet

Balthasar Anton Carigiet, genannt Zarli, ist am 5. August 1907 in Trun geboren. Den grössten Teil seiner Kindheit und Jugend verbrachte er in Chur. Nach der Lehre als Dekorationsmaler ging er mit 19 Jahren nach Zürich zu seinem Bruder Alois. Durch diesen fand er zum Cabaret Cornichon und nach und nach seinen Weg als Kabarettist und Volksschauspieler. Mit vielen Kabarettnummern, die ihm meistens auf den Leib geschrieben waren, konnte er das Publikum begeistern, nicht zuletzt dank seiner Stimme, seiner Mimik und seinem Churer Dialekt. „Mis Dach isch dr Himmel vo Züri“, „Heissi Marroni“, „Abessinische Litanei“ sind einige dieser typischen Lieder von Zarli. Bekannt wurde er aber auch durch seine Theater- und Filmrollen in verschiedenen Schweizerfilmen, wo er oft sich selber spielen konnte, zum Beispiel  in „Es Dach überem Chopf“, „Hinter den sieben Gleisen, „Gilberte de Courgenay.        
Nach Jahren voller Erfolg und Enttäuschungen kehrt Zarli  1969 zurück in sein Heimatdorf Trun. Dort verbrachte er die meiste Zeit auf seinem Maisäss oder in Flutginas bei seinem Bruder, dem Kunstmaler Alois Carigiet, der ihn immer moralisch und auch finanziell unterstützte. 1982 stirbt Zarli und wird in Trun begraben.
 


Alois Carigiet 4
Zarli

Gemeinde Info

  • Gemeindeverwaltung
  • Via Dulezi 1
  • Postfach 91
  • 7166 Trun
  • Tel. 081 920 20 40
  • Fax 081 920 20 49
  • E-Mail
  • Kontakt
  • Öffnungszeiten
  • Mo - Do: 9.30 - 11.30 / 15.30 - 17.30
  • Fr: 9.30 - 11.30 / 15.30 - 17.00