Matias Spescha

Matias Spescha

Matias  Spescha ist am 17. Juli 1923 in Trun geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Mit seinen Eltern und vier Geschwistern ist er  zum Teil im Museum Sursilvan Cuort Ligia Grischa aufgewachsen. Nach der Lehre als Schneider  in der Tuchfabrik Truns (1941-44) hat er einige Jahre dort als Zuschneider und Abteilungsleiter gearbeitet. Die Arbeit als Ausschneider grosser Stoffplanen hat Spescha geholfen, intuitiv Proportionen und Formen zu erfassen, was für seine künstlerische  Arbeit von fundamentaler Bedeutung sein sollte.
Bereits in seiner Jugend begann Spescha zu zeichnen und malen. Auf Anraten von Alois Carigiet ging er nach Zürich. Von 1951-1954 arbeitet er für das Kino Corso als Gestalter von Kinoplakaten mit ihren überdimensionalen Figuren. Ein wichtiger Schritt war, dass er von Zürich nach Paris gehen konnte, wo er sich von 1955-58 in der Académie de la Grande Chaumière perfektionieren konnte. Es war auch die Zeit, wo er sich ganz der abstrakten Kunst zuwendete.  1958 verlässt Spescha Paris in Richtung  Südfrankreich und nimmt Wohnsitz in Bages, im Département Aude.  Als Maler ist er vom speziellen Licht des Südens fasziniert und von der Ruhe dieser Gegend. Bages wir zu seinem wichtigsten Lebens- und Arbeitsort.  Unbeirrt  geht er seinen Weg zu einer grossen Abstraktion und Reduktion, sowohl was die Farben wie die Formen betrifft und findet seinen eigenen Stil.  Seine Kunst weckt Emotionen und lädt auch zur Meditation ein.
Die Arbeit von Matias Spescha bietet, trotz der Abstraktion und Reduktion, eine grosse Vielfalt. Neben der Malerei hat Spescha zahlreiche Plastiken, grafische Arbeiten, Illustrationen, Wandmalereien und Tribünenbilder  geschaffen.
Ausstellungen in Frankreich und in vielen Städten der Schweiz haben ihn und seine Kunst bekannt gemacht. 1993 erhält Spescha den Kulturpreis des Kantons Graubünden und 1999 den Kunstpreis des Kantons Zürich. Für das 80-jährige Jubiläum  gab es eine repräsentative Ausstellung im Kunsthaus in Chur. Im gleichen Jahr stellt Spescha im Cuort Ligia Grischa in Trun aus und eröffnet seine Dauerausstellung, die er dem Museum seiner Heimatgemeinde geschenkt hat.  Am 28 Juni 2008 ist Matias Spescha gestorben und wurde in Zürich begraben.

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